Bundestagsabstimmung · 2022-11-10 · Wirtschaft

Wie haben die Parteien bei „Vermögensabgabe für Krisenentlastung (Antrag)" abgestimmt?

Der Antrag sah eine einmalige Vermögensabgabe für Milliardär:innen und Multimillionär:innen vor. Die Einnahmen sollten zur Abfederung der finanziellen Belastung der Bevölkerung durch die Energiepreiskrise verwendet werden. Eine Ja-Mehrheit hätte die Umsetzung dieses Vorschlags bedeutet.

Abstimmungsergebnis nach Fraktion

ParteiStimmeWirkung
SPDDagegen-5.4
CDU/CSUDagegen-5.4
Bündnis 90/Die GrünenDagegen-5.4
FDPDagegen-5.4
Die LinkeDafür+5.4
AfDDagegen-5.4
BSWEnthaltung

Wem nützt es?

ergibt sich direkt aus dem Gesetzestext

Unteres DrittelMitteOberes DrittelOberste 10%
+9.0+6.0+2.0-10.0

Warum diese Bewertung?

Eine Ja-Mehrheit hätte eine explizit gegenfinanzierte Entlastung bei Energiekosten für die gesamte Bevölkerung bewirkt. Es sind keine direkten Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte oder Sozialleistungen erkennbar.

Kritische Einordnung

Eine Vermögensabgabe, deren Erträge gezielt zur Krisenentlastung der Bevölkerung eingesetzt werden, ist aus makroökonomischer Sicht sinnvoll und notwendig. Sie stärkt die Kaufkraft, wirkt progressiv umverteilend und vermeidet eine fiskalische Belastung zukünftiger Generationen. Dies ist ein klares Beispiel für staatliches Handeln zur Stabilisierung der Wirtschaft und Gesellschaft in Krisenzeiten, finanziert durch jene, die über die größten Vermögen verfügen, anstatt durch Austerität oder Schulden, die breite Bevölkerungsschichten belasten würden.

— Maurice Höfgen

Quelle: Abstimmung ansehen · Alle Parteien im Ranking vergleichen