Bundestagsabstimmung · 2026-07-10 · Gesundheit

Wie haben die Parteien bei „GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Höhere Lasten für Versicherte" abgestimmt?

Das Gesetz zielt darauf ab, die GKV-Finanzen zu stabilisieren und Beitragsanstiege zu begrenzen. Dies wird durch Einsparungen im Gesundheitswesen, eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Kosten für Bürgergeldempfänger sowie Leistungseinschnitte und erhöhte Zuzahlungen für Versicherte erreicht. Die beitragsfreie Familienversicherung wird in bestimmten Fällen eingeschränkt und Zuschüsse für Zahnersatz reduziert.

Abstimmungsergebnis nach Fraktion

ParteiStimmeWirkung
SPDDafür-3.1
CDU/CSUDafür-3.1
Bündnis 90/Die GrünenDagegen+3.1
FDPEnthaltung
Die LinkeDagegen+3.1
AfDDagegen+3.1
BSWEnthaltung

Wem nützt es?

ergibt sich direkt aus dem Gesetzestext

Unteres DrittelMitteOberes DrittelOberste 10%
-9.0-7.0-5.0-4.0

Warum diese Bewertung?

Lebenshaltung: Zuzahlungen werden erhöht und Zuschüsse beim Zahnersatz reduziert, was zu höheren direkten Ausgaben für Endverbraucher bei Gesundheitsleistungen führt. Arbeit: Keine expliziten Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte oder Löhne sind im Text genannt. Soziales: Die beitragsfreie Familienversicherung wird in bestimmten Fällen eingeschränkt, und die Erhöhung von Zuzahlungen sowie die Reduzierung von Zahnersatz-Zuschüssen stellen eine direkte finanzielle Mehrbelastung innerhalb des GKV-Systems dar, was trotz des Ziels der Beitragsstabilisierung die effektive Last für Versicherte erhöht.

Kritische Einordnung

Anstatt die GKV durch eine auskömmliche Finanzierung aus Steuermitteln zu stabilisieren – insbesondere durch höhere Beiträge des Bundes für Bürgergeld-Empfänger und eine stärkere Beteiligung am Generationenvertrag –, werden hier die Lasten einseitig auf die Versicherten abgewälzt. Erhöhte Zuzahlungen und gekürzte Leistungen wie beim Zahnersatz treffen gerade Gering- und Normalverdiener disproportionat hart. Dies ist keine Stabilisierung im Interesse der Bürger, sondern eine Fortsetzung der Austeritätspolitik auf Kosten der sozialen Sicherheit und Gesundheit.

— Maurice Höfgen

Quelle: Abstimmung ansehen · Alle Parteien im Ranking vergleichen