Bundestagsabstimmung · 2025-11-06 · Wohnen

Wie haben die Parteien bei „Gesetzentwurf 'Mietwuchergesetz' - Verschärfung zum Schutz der Mieter" abgestimmt?

Der Gesetzentwurf der Linksfraktion zielte darauf ab, Mietwucher effektiver zu bekämpfen. Hierzu sollte § 5 des Wirtschaftsstrafgesetzes verschärft werden, indem das Tatbestandsmerkmal der 'Ausnutzung' entfällt und die Unangemessenheit der Miete objektiver an ein geringes Angebot geknüpft wird. Zudem sollte der Bußgeldrahmen für Mietwucher von 50.000 auf 100.000 Euro erhöht werden, um Mieter:innen vor unangemessen hohen Preisen zu schützen.

Abstimmungsergebnis nach Fraktion

ParteiStimmeWirkung
SPDDagegen-3.9
CDU/CSUDagegen-3.9
Bündnis 90/Die GrünenDafür+3.9
FDPEnthaltung
Die LinkeDafür+3.9
AfDDagegen-3.9
BSWEnthaltung

Wem nützt es?

ergibt sich direkt aus dem Gesetzestext

Unteres DrittelMitteOberes DrittelOberste 10%
+8.0+5.0+1.0-1.0

Warum diese Bewertung?

Das vorgeschlagene Gesetz zielte darauf ab, Mieten für Bürger:innen explizit günstiger/gedeckelt zu halten, indem Mietwucher effektiver bekämpft wird und dadurch unangemessen hohe Mietpreise verhindert werden. Es gab keine expliziten Auswirkungen auf Arbeit oder Soziales, die den strengen Kriterien entsprechen.

Kritische Einordnung

Während die Verschärfung des Mietwuchergesetzes einen notwendigen Schutz vor extremer Ausbeutung darstellt und die Rechtslage für Mieter:innen verbessert, löst sie nicht die strukturellen Probleme des Wohnungsmarktes. Um Wohnen für Gering- und Normalverdiener flächendeckend bezahlbar zu machen, bedarf es massiver öffentlicher Investitionen in den Wohnungsbau, einer Regulierung der Bodenpreise und umfassender Mietpreisbremsen, die über die Ahndung von Wucher hinausgehen.

— Maurice Höfgen

Quelle: Abstimmung ansehen · Alle Parteien im Ranking vergleichen