Bundestagsabstimmung · 2025-10-16 · Wirtschaft

Wie haben die Parteien bei „Beibehaltung des Verbrenner-Verbots in der EU" abgestimmt?

Der Bundestag hat die Ablehnung eines Antrags beschlossen, der die Abschaffung des Verbrenner-Verbots forderte. Dadurch bleibt die EU-Regelung in Kraft, die ab 2035 die Neuzulassung von emissionsfreien Pkw vorschreibt. Dies hat langfristige finanzielle Auswirkungen auf den Automobilmarkt und die Konsumausgaben für Fahrzeuge.

Abstimmungsergebnis nach Fraktion

ParteiStimmeWirkung
SPDDafür-1.9
CDU/CSUDafür-1.9
Bündnis 90/Die GrünenDafür-1.9
FDPEnthaltung
Die LinkeDafür-1.9
AfDDagegen+1.9
BSWEnthaltung

Wem nützt es?

Modellschätzung ohne expliziten Beleg

Unteres DrittelMitteOberes DrittelOberste 10%
-5.0-4.0-2.0-1.0

Warum diese Bewertung?

Die Beibehaltung des Verbrenner-Verbots wird die Mindestkosten für den Erwerb neuer Fahrzeuge ab 2035 erhöhen, da emissionsfreie Alternativen derzeit und absehbar teurer sind als vergleichbare Verbrennermodelle. Dies verteuert den Konsum eines wesentlichen Gebrauchsguts für Endverbraucher und fällt unter die Kriterien für 'Lebenshaltung'. Für 'Arbeit' und 'Soziales' gibt es keine expliziten Erwähnungen von Arbeitnehmerrechten, Sozialleistungen oder Abgaben im Text, daher 0.0 Punkte.

Kritische Einordnung

Ein Verbot ohne flankierende Maßnahmen zur Sicherstellung der sozialen Gerechtigkeit ist problematisch. Statt auf ein reines Verbotsprinzip zu setzen, das die Kosten der Transformation einseitig den Konsumenten aufbürdet, wäre eine aktive Industriepolitik mit staatlichen Investitionen in die Entwicklung und Produktion bezahlbarer Elektrofahrzeuge sowie den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs notwendig gewesen. Die Beibehaltung des Verbots ohne eine solche Strategie könnte die Mobilität für Gering- und Normalverdiener künftig einschränken und zu sozialen Verwerfungen führen.

— Maurice Höfgen

Quelle: Abstimmung ansehen · Alle Parteien im Ranking vergleichen