Bundestagsabstimmung · 2026-03-26 · Arbeit

Wie haben die Parteien bei „Anhebung Schwellenwert für Sicherheitsbeauftragte" abgestimmt?

Der Bundestag hat die Pflicht zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten in Betrieben neu geregelt. Zukünftig ist eine feste Verpflichtung erst ab 50 Beschäftigten vorgesehen. Für kleinere Betriebe unter dieser Schwelle ist die Bestellung nur noch bei besonderer Gefährdungslage vorgeschrieben. Dies dient der Umsetzung von EU-Vorgaben zur Beschleunigung von Notfallverfahren im Binnenmarkt.

Abstimmungsergebnis nach Fraktion

ParteiStimmeWirkung
SPDDafür-0.3
CDU/CSUDafür-0.3
Bündnis 90/Die GrünenDagegen+0.3
FDPEnthaltung
Die LinkeDagegen+0.3
AfDDafür-0.3
BSWEnthaltung

Wem nützt es?

Modellschätzung ohne expliziten Beleg

Unteres DrittelMitteOberes DrittelOberste 10%
0.0+1.0+1.00.0

Warum diese Bewertung?

Die Aufweichung der festen Pflicht zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten für Betriebe mit 21-49 Mitarbeitern kann eine strukturelle Schwächung des Arbeitnehmerschutzes in diesen Unternehmen darstellen, da Sicherheitsbeauftragte eine wichtige Funktion für die Arbeitsplatzsicherheit ausüben.

Kritische Einordnung

Diese Maßnahme stellt eine weitere Deregulierung im Bereich des Arbeitsschutzes dar. Indem die Pflicht zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten für einen Teil der kleineren Betriebe aufgeweicht wird, verschieben sich potenzielle Risiken und Kosten vom Unternehmen auf die Arbeitnehmer und letztlich auf die Solidargemeinschaft. Anstatt an notwendigen Schutzmechanismen zu sparen, sollte der Staat die Bedingungen für sichere Arbeitsplätze aktiv stärken und Unternehmen dabei unterstützen, ihren Fürsorgepflichten nachzukommen.

— Maurice Höfgen

Quelle: Abstimmung ansehen · Alle Parteien im Ranking vergleichen