Bundestagsabstimmung · 2026-04-24 · Wohnen

Wie haben die Parteien bei „Ablehnung grundlegender Stromsteuersenkung" abgestimmt?

Ein abgelehnter Gesetzentwurf sah die dauerhafte Senkung der Stromsteuer für alle Verbrauchergruppen auf das europarechtlich zulässige Mindestmaß vor. Das Ziel war die soziale Entlastung, insbesondere für Haushalte mit geringem Einkommen, angesichts gestiegener Energiepreise. Zugleich sollten Anreize für Elektrifizierung geschaffen und bürokratische Ausnahmen im Stromsteuerrecht gestrichen werden, was Mindereinnahmen von 6 Milliarden Euro für den Staat bedeutet hätte.

Abstimmungsergebnis nach Fraktion

ParteiStimmeWirkung
SPDDagegen-2.0
CDU/CSUDagegen-2.0
Bündnis 90/Die GrünenDafür+2.0
FDPEnthaltung
Die LinkeDafür+2.0
AfDDafür+2.0
BSWEnthaltung

Wem nützt es?

Modellschätzung ohne expliziten Beleg

Unteres DrittelMitteOberes DrittelOberste 10%
-5.0-3.0-1.0-1.0

Warum diese Bewertung?

Die dauerhafte Senkung der Stromsteuer auf das Mindestmaß hätte die Energiekosten für alle Haushalte, insbesondere Geringverdiener, direkt und explizit gesenkt. Für Arbeit und Soziales fehlten direkte, explizite Regelungen gemäß den Kriterien.

Kritische Einordnung

Eine breit angelegte Senkung der Stromsteuer entlastet Haushalte zwar direkt bei essentiellen Kosten, jedoch profitieren einkommensstärkere Haushalte in absoluten Zahlen tendenziell stärker aufgrund höheren Verbrauchs. Die entstehenden Mindereinnahmen von 6 Milliarden Euro müssten durch progressive Einnahmen oder Einsparungen an anderer Stelle gegenfinanziert werden, um keine Verschlechterung öffentlicher Dienstleistungen oder eine indirekte Umverteilung von unten nach oben zu riskieren. Eine gezieltere soziale Entlastung über direkte Transfers wäre möglicherweise effizienter.

— Maurice Höfgen

Quelle: Abstimmung ansehen · Alle Parteien im Ranking vergleichen