Bundestagsabstimmung · 2023-09-21 · Wirtschaft

Wie haben die Parteien bei „Ablehnung der dauerhaften Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie" abgestimmt?

Ein Gesetzentwurf zur dauerhaften Beibehaltung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes von sieben Prozent auf Speisen in Restaurants wurde abgelehnt. Dies bedeutet, dass der Umsatzsteuersatz wie ursprünglich geplant zum Jahresende 2023 von sieben auf 19 Prozent zurückkehrt. Die Maßnahme betrifft somit die Preise für den Konsum von Restaurantdienstleistungen.

Abstimmungsergebnis nach Fraktion

ParteiStimmeWirkung
SPDDagegen+1.2
CDU/CSUDafür-1.2
Bündnis 90/Die GrünenDagegen+1.2
FDPDagegen+1.2
Die LinkeEnthaltung
AfDDafür-1.2
BSWEnthaltung

Warum diese Bewertung?

Die Ablehnung des Gesetzentwurfs führt zu einer Erhöhung des Umsatzsteuersatzes auf Speisen in Restaurants von sieben auf 19 Prozent, was direkt höhere Konsumausgaben für Endverbraucher bedeutet und somit das Kriterium 'Steuern für Endverbraucher steigen' erfüllt.

Kritische Einordnung

Die Rückkehr zum regulären Umsatzsteuersatz für Restaurantbesuche ist aus fiskalischer Sicht konsequent. Während eine temporäre Senkung in der Krise Arbeitsplätze sichern konnte, ist die dauerhafte Subventionierung eines Sektors, dessen Leistungen primär von einkommensstärkeren Haushalten genutzt werden, ökonomisch fragwürdig. Die zusätzlichen Steuereinnahmen können gezielter für soziale Leistungen oder notwendige Infrastrukturinvestitionen eingesetzt werden, anstatt Konsum im diskretionären Bereich zu verbilligen, dessen Entlastung Geringverdiener kaum erreicht.

— Maurice Höfgen

Quelle: Abstimmung ansehen · Alle Parteien im Ranking vergleichen