Bundestagsabstimmung · 2026-04-24 · Wirtschaft

Wie haben die Parteien bei „Ablehnung Antrag gegen Übergewinnsteuer: Keine Entlastung bei Energie" abgestimmt?

Der Bundestag lehnte einen Antrag der AfD-Fraktion ab, der sich gegen eine Übergewinnsteuer richtete und alternative Maßnahmen zur Entlastung bei Kraftstoffpreisen vorschlug. Die Entscheidung bedeutet, dass geplante Reduzierungen der Energiesteuer und Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe sowie die Abschaffung der CO₂-Abgabe für Verbraucher nicht umgesetzt werden. Dadurch bleibt die finanzielle Belastung für Haushalte bei Energie- und Kraftstoffkosten bestehen, wobei die CO₂-Abgabe weiterhin ansteigen kann. Die Möglichkeit zur Einführung einer Übergewinnsteuer bleibt unberührt.

Abstimmungsergebnis nach Fraktion

ParteiStimmeWirkung
SPDDafür+0.2
CDU/CSUDafür+0.2
Bündnis 90/Die GrünenDafür+0.2
FDPEnthaltung
Die LinkeDafür+0.2
AfDDagegen-0.2
BSWEnthaltung

Wem nützt es?

Modellschätzung ohne expliziten Beleg

Unteres DrittelMitteOberes DrittelOberste 10%
+7.0+6.0+4.0+7.0

Warum diese Bewertung?

Korrigiert am 2026-07-30: Eine Ja-Stimme lehnt den AfD-Antrag ab (verifiziert via abgeordnetenwatch.de) — das hält die geltende Rechtslage unverändert, es steigt dadurch nichts gegenüber dem Status quo. Ursprünglich mit lebenshaltung=-5 bewertet, weil eine ausbleibende Entlastung wie eine Verschlechterung behandelt wurde; nach der geschärften Bewertungsregel in scripts/fetch-votes.ts (Änderung nur relativ zur geltenden Rechtslage, nicht relativ zu einem nicht umgesetzten Vorschlag) ist 0.0 korrekt. Die Ablehnung hält im Gegenzug die Übergewinnsteuer-Option offen, was als 'langfristEffekt' (+3, fiskalisch günstiger als eine unfinanzierte Energiesteuersenkung) erfasst ist.

Kritische Einordnung

Die Ablehnung des AfD-Antrags ist ein wichtiger Schritt, um die Möglichkeit einer Übergewinnsteuer offen zu halten. Dies ermöglicht die Abschöpfung krisenbedingter, unverdienter Gewinne und stärkt die finanzielle Handlungsfähigkeit des Staates. Solche Einnahmen können für gezielte Hilfen für Geringverdiener, Investitionen in die Energiewende oder zur Stabilisierung des Sozialstaats genutzt werden – Ansätze, die einer reinen Steuersenkung bei Energieabgaben vorzuziehen sind, da diese das strukturelle Problem der Marktkonzentration nicht lösen und das Staatsbudget unnötig belasten.

— Maurice Höfgen

Quelle: Abstimmung ansehen · Alle Parteien im Ranking vergleichen